Die Schweiz – Warming up
28. November 2008
So viele Dinge sind es, die zusätzlich zur Traumstelle für die Schweiz sprechen …
Zum Beispiel eine der besten Zeitungen überhaupt, die Neue Zürcher Zeitung. Diese hat zudem noch den hochschultauglichen Ableger NZZ Campus, auf dessen Seite diverse Blogs vom „wahren Leben” an einer Schweizer Universität berichten. (Leider ist ausgerechnet der Doktoranden-Blog momentan stillgelegt.)
Alle lebensnotwendigen Entscheidungen wie Krankenkasse und Handyanbieter kann man von www.comparis.ch abhängig machen. Für erstere eignet sich www.vzonline.ch vielleicht noch besser. In Bezug auf Letztere kann man aber auch gleich zu Sunrise gehen.
www.hallo-schweiz.ch klärt noch weiterführende Fragen bevor man leichten Herzens sagen kann, „Hallo Schweiz!” Und später vielleicht auch „Grüezi!”
Schweizer Ansichten
The Switzerland Traveller
schweizweit.net
Schach-Olympiasiegerin
27. November 2008
Georgien hat die Schach-Olympiade in Dresden gewonnen … mit der Frauenmannschaft:
Ergebnisse der Männer
Ergebnisse der Frauen
Auch die georgischen Männer sind zumindest auf Platz 11 gelandet (Deutschland: Platz 13). Abgesehen davon hat Georgien auch für Deutschland gespielt, in Person von David Baramidze und Ketino Kachiani-Gersinska und im Hintergrund unterstützt vom Frauen-Trainer Davit Lobzhanidze.
Schacholympiade 2008 in Dresden
Armenien und Georgien gewinnen Gold
Zickenkrieg nach dem letzten Zug (Sächsische Zeitung)
Großereignis beschert Dresden fast 26.000 Hotelübernachtungen (Sächsische Zeitung)
Schacholympiade in Dresden (MDR)
Hexagonaler Spielspaß
30. Oktober 2008
Das regelmäßige Sechseck – ein Hexagon – ist nicht nur im Bravais-Gitter des hexagonalen Kristallsystems oder in Majas Bienenwaben zu finden.
Gehirnzellen-Workout: Heciom Connect
Bitte nicht das Blinzeln vergessen!
Georgien 08/2008
1. September 2008
Georgien zittert und ein Großteil ehemaliger UdSSR-Staaten mit ihm, während bei Anne Will über Russlands Sicherheitsbedürfnis diskutiert wird.
Georgia-Russia conflict auf BBC News
Konflikt im Kaukasus auf www.spiegel.de
Krise im Kaukasus auf www.faz.net
15.08.2008: „In der schwierigsten Zeit meines Lebens” auf www.faz.net von Alexander Darchiashvili
15.08.2008: Photographer’s Journal: Fleeing the Georgian Conflict von The New York Times
21.08.2008: „Der Dresdner Draht in den Kaukasus” in der Sächsischen Zeitung (leider nur für Abonnenten zugänglich)
27.08.2008: Kaukasische Friedensorchester in Kulturzeit auf 3sat (auch auf www.swissinfo.ch)
DESY – Ein Abenteuer
25. August 2008
Rote Alarmlampen leuchten auf und eine elektronisch klirrende Frauenstimme erklärt, dass der Röntgenstrahl in wenigen Sekunden losgelassen wird. Jetzt bin ich froh, in der Hütte zuvor einen gelben Sicherheitsschlüssel in der Hand gehalten zu haben, der einen frühzeitigen Start des Experiments verhindert. Gleich treffen geballte Photonenbündel auf meine Probe, durchstrahlen sie und geben ihre Energie im Detektor, spätestens in der strahlenschützenden Bleiwand ab.
Eingequetscht zwischen der metallenen Wand des Kleinbusses und enormen Knoten verschiedenfarbiger Kabel, die aus den unmöglichsten Stellen der wertvollen Ladung hervorlugten, hatten wir den Weg nach Hamburg zurückgelegt. Wir, eine Handvoll Physiker, die am Synchrotron auf erhellende Messungen hoffen. Zwischen dem Ausladen der Geräte und dem ersten Spaghetti-Einkauf hatten wir die Zimmer bezogen. Winzige, vom Vormieter verrauchte Einmann-Kojen und geräumige Vierpersonenappartements mit Küche standen zur Wahl. Ausgestattet mit etwa zwei kleinen Löffeln und die Kaffeefiltertüten der Vorgänger aufbrauchend, ist man endgültig aufgenommen in den erlesenen Kreis derer, die keines privaten Lebens oder zusätzlicher Freuden neben denen eines Forschers bedürfen.
Der Messplatz ist erstaunlich komfortabel. Es gibt sogar ebenso viele Stühle wie Menschen, die sich gelegentlich darauf fallen lassen, auch wenn nicht jeder einen Blick auf den entscheidenden Bildschirm erhaschen kann. Nach schier endlosen Minuten nimmt auch das ständige Pfeifen, Kreischen, Poltern und Krachen in der eigenen Wahrnehmung ab und die riesige Halle mit ihren Kränen und Metallbrücken tritt in den Hintergrund. Die ersten Stunden sind erfüllt mit Installations- und Justage-Arbeiten. Für Neulinge bleibt in dieser Zeit nur ein Ausweg aus der überwältigen-den Nutzlosigkeit: Die Präparation der zu messenden Proben.
Bereits im heimischen Labor in stundenlanger Handgelenks-verkrümmung gemahlene Pulver sind den weiten Weg mitgereist und werden nun ausgepackt. Der Anfänger wird in das angrenzende, plötzlich unerträglich stille Bürogebäude geschickt. Auf einen Zahlencode hin öffnet sich das Chemielabor und vermittelt ein Gefühl der Eingeweihtheit. Später werden andere Wissenschaftler ein- und ausgehen, Fläschchen abliefern und rätselhaft glitzernde Substanzen abfüllen. Zunächst aber verbreiten leise surrende Töne und der Geruch von desinfizierendem Alkohol eine unwidersteh-liche Ruhe. Spätestens beim Blick auf die Präzisionswaage und die idealen Pulvermengen bin ich dankbar für die pulssenkende Stimmung. Bis die erste hellgraue Probentablette gepresst ist, vergehen die Minuten wie im Flug. Der zweite Anlauf nach dem unvermeidlichen Zerbrechen des fragilen Scheibchens erscheint dann deutlich mühsamer. Nach einigen Stunden ist eine ganze Phalanx dünner Plättchen zurechtgedrückt und mit stolzgeschwellter Brust und wackeligen Knien balanciere ich das mitgeführte Instrumenteorchester zurück in die Messhalle.
Ohrenbetäubender Lärm schwillt durch die erste, zweite, dritte geöffnete Metalltür immer weiter an, bis die längst vergessen geglaubten Geräusche anderer Experimente und Experimentatoren wieder einzeln identifizierbar werden. Der Aufbau steht, vorsichtig können die Tabletten zusammen-gepresster Lebenszeit in einer Halterung festgeklemmt werden und dreißig Sekunden, nachdem ein befugter, erfahrener Forscher mit dem entscheidenden, roten Schlüssel eine Vierteldrehung vollzogen hat, verstummt die warnende metallische Stimme wieder. Der Strahl durchleuchtet die Probenmasse. Die einzig sichtbare Auswirkung besteht in einer Kurve, die wie von Geisterhand auf einem Monitor erscheint und sich stetig selbst weiterzeichnet. Nun ist der Mensch für einige Stunden überflüssig geworden. Und plötzlich kommen Lärm, staubig riechende Luft, Erschöpfung und die Gewissheit mindestens eine Mahlzeit vergessen zu haben zurück. Der Weg durch die Dunkelheit führt vorbei an monströsen Kabelrollen und halbfertigen Messgebäuden. Friedlich liegt das Gelände da, obwohl wahrscheinlich ein Großteil der hier einquartierten Gäste nicht weniger als 24 Stunden der täglichen Messzeit ausnutzt. Bis zur Mitter-nacht, wenn der Strahl nach einer kurzen Unterbrechung wieder erstarkt zurückkommt, kochen wir hastig Nudeln mit Tomatensoße, essen und holen etwas Schlaf nach. Dann geht es wieder zurück zum Bienenstock voll erkenntniswütiger Forscher, mit der Gewissheit am richtigen Ort zu sein.
Paris – La préparation
7. Juli 2008
4 Tage Paris liegen vor mir. Nicht direkt vor mir. Eigentlich bleibt noch ein Monat zur Vorbereitung des Kurzurlaubs. Schließlich möchte die Zeit optimal ausgenutzt werden.
Zunächst der Grundstock: Neben dem ADAC-Stadtplan gehört dazu auch der Dumont-Reiseführer Paris. Die ultimative Ergänzung ist mein Lieblingsreiseführer, ein „Rough Guide” Paris, der über amazon.de schnell bestellt ist.
roughguides.com wartet dann auch mit weiteren Überraschungen auf: Podcasts, wie „Hemingway in Paris” oder „Paris Impressionists”, und so genannte Podscrolls. Diese bestehen eigentlich nur aus einem Ordner voller Bild-Dateien, avancieren auf den iPod kopiert allerdings zu einem „Eating and drinking in Paris”-Führer, der problemlos durchgeblättert werden kann. Das Betrachten wird zwar am iPod nano der ersten Generation zum mittelschweren Sehtest, könnte sich jedoch vor Ort als durchaus nützlich erweisen.
Auch eine Überlegung wert: Mit dem „Paris Museum Pass” kann man sich für 30 Euro für zwei Tagen den Zugang zu 60 verschiedenen Museen in Paris verschaffen (z.B. „Musée du Louvre” und „Musée d’Orsay”).
Weitere Online-Quellen:
parisinfo.com,
paris.org,
paris.sehenswuerdigkeiten-online.de,
timeout.com/paris,
franceguide.com
parisinfo.de,
sowie
„Paris for the dumped” und „Montmartre: Amélie’s Paris” (von travel.ninemsn.com.au),
„Montmartre: in the footsteps of Amélie Poulain”
oder auch
„Cinematography Meets Geography In Montmartre ” (10.08.2003, The New York Times).
Schota Rustaweli / Shota Rustaveli
3. April 2008
Im Rahmen meines Georgisch-Kurses bin ich gerade dabei, für meine Gruppenarbeit zu recherchieren und Quellen zu Shota Rustaveli zu sammeln. Er ist der Autor des „National-Epos” der Georgier: „Der Mann im Pantherfell” / „Der Recke im Tigerfell”.
Allein das Finden brauchbarer Informationen ist nicht trivial, aber auch danach bleibt der Zugriff auf viele Bücher verwehrt, wenn die eigene Universitätsbibliothek sie nicht führt und Google-Books auch das Vorwort zu einer Übersetzung bereits nur lückenhaft zur Verfügung stellt.
Natürlich gebe ich nicht auf, führe hier aber zunächst einmal die Fülle der zumeist eher wenig nützlichen Quellen zum Thema.
Und bevor Zweifel aufkommen: das Buch selbst ist überaus lesenswert. Sicher ist es eine Art orientalisches Märchen, doch möchte man an einigen Passagen durchaus fortschrittliche Gedanken feststellen … an einem Text, der um 1200 geschrieben wurde.
Es gibt zwei relativ häufige deutsche Buchausgaben: die „Kinderaussgabe” Der Recke im Tigerfell (leider ist das Titelbild auf amazon.de nur in der Übersicht zu sehen …) und die Übersetzung Der Mann im Pantherfell. Die englische Version kann man übrigens vollständig im Internet finden (siehe unten).
Wikipedia-Artikel zu Schota Rustaweli
Volltext auf Englisch (Übersetzung von Marjory Scott Wardrop)
Fragmente auf Englisch (Übersetzung von Venera Urushadze)
Biographie bei „Caucasian Knot”
Ausarbeitung zu Rustaveli und „Der Ritter im Tigerfell”
Google-Books:
„The Literature of Georgia: A History”, Donald Rayfield.
„Lord of the Panther Skin”, Shota Rustaveli.
„Georgian Literature”, A. G. Baramidze, D. M. Gamezardashvili.
„Small Nations and Great Powers: A Study of Ethnopolitical Conflict in the Caucasus”, Svante E. Cornell
zusätzlich – einige vollständige Google-Books:
„The Man in the Panther’s Skin”, Shot’ha Rust’haveli
„Georgian Folk Tales”, Marjory Wardrop
Literatur im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Zeitschriftenartikel (nur mäßig ergiebig):
„Shota Rustaveli and Georgian tradition”, Katharine Vivian, Central Asian Survey 11 (2), 71 – 76 (1992).
„The Literature of Georgia: A History”, Donald Rayfield, Oriens 35, 310-314 (1996).
„Rust’haveli’s Georgian Epic, The Man in the Panther’s Skin”, H. Krebs, Folklore 25 (1), 126 (1914).
„The Georgians”, W. E. D. Allen, Journal of The Royal Central Asian Society 16 (1),56 – 70 (1929).
„Georgia – forty years on”, W. E. D. Allen, Journal of The Royal Central Asian Society 54 (1), 66 – 70 (1967).
„Amiran-Darejaniani: A Georgian Romance and Its English Rendering”, D. M. Lang, G. M. Meredith-Owens, Bulletin of the School of Oriental and African Studies 22 (1/3), 454-490 (1959).
„Provence and georgia: Two poets of the courtly passion”, Patrick Michael Thomas, Neohelicon 24 (1), 9-22 (1997).
Meine erste Online-Georgisch-Stunde
22. Januar 2008
Heute war es so weit: die erste „Lecture” wurde auf der Plattform www.itslearning.com veröffentlicht. Glücklicherweise entspricht diese Alphabet-Lern-Lektion in etwa jener, die ich bereits in der frei zugänglichen Demoversion besichtigt hatte. Die Buchstabenzuordnung verlief auch dementsprechend positiv, wobei ich noch die Laute zh (wie das j in „Journal”), c’ (wie das tz in „Katze”) und ch’ (wie das ch in „Charlie”) verwechselt hatte. Die Apostrophe bezeichnen – nebenbei bemerkt – Laute, die man auch Ejektive nennt.
Folgende schöne Internettipps konnte ich meiner aktuellen Lektion entnehmen:
Kirchen in Kachetien 2007 (YouTube-Video mit musikalischem Hintergrund),
Tbilisi (YouTube-Video voller Fotos mit musikalischem Hintergrund im Form eines bekannten georgischen Liedes von Giorgi Cabadze).
Das „Country Profile” über Georgien von BBC News.
Dies hier hat die CIA über Georgien zu sagen: „The World Factbook – Georgia”.
„About Georgia”,
und zuletzt Georgienkarten.
Nun bleibt lediglich zu hoffen, dass ich weiter so brav meine Karteikarten schreibe und sie außerdem noch zum Lernen verwende.
Ohne (weitere) Worte … ein Zitat
12. Dezember 2007
Es ist ein großer Trost, andere dort scheitern zu sehen, wo man selbst gescheitert ist.
William Somerset Maugham (englischer Schriftsteller, 1874 – 1965)
ELISA – Teil 1
4. Dezember 2007
Am Wochenende vor meiner letzten und entscheidenden Prüfung, fand nun tatsächlich der erste ELISA-Workshop statt (siehe Blog-Eintrag „Karriere & Co.”). (Mein ausreichendes Prüfungsergebnis werde ich keineswegs auf den Wegfall dieser wertvollen Lernstunden zurückführen.) Dank der freundlichen Auswahl durch die Verantwortlichen, konnte ich mich auf diese Art über „Knigge in der Arbeitswelt”, „Assessment-Center/Bewerbungstraining” und „Projektmanagement” informieren.
Der dritte dieser Workshop-Tage hielt für uns ein Turmbauprojekt bereit. Bei e-portfolio felicia ist eine sehr ähnliche Aufgabe beschrieben. Mit beschränkten Ressourcen (2 A4-Blätter und 20 Karten von ca. 30% der Größe eines A4-Blatts, Kleber, kein Lineal, keine Schere) soll in kurzer Zeit (45 Minuten) ein frei stehender, transportabler, hoher und kreativer Turm entstehen. Eine außenstehende Person beobachtet die Gruppendynamik und beurteilt die Interaktion der einzelnen Turmbauer.

Damit unser überaus kreativer Turm sich nicht herabgesetzt fühlt, stelle ich ihm nun nicht die hööööhere Variante der anderen Gruppe gegenüber.
Im Großen und Ganzen war es jedenfalls ein überaus spannendes Wochenende mit ganz verschiedenen und doch irgendwie ähnlichen Studentinnen. Ich bin gespannt auf das, was noch kommen mag.

