Obstkorbhumor
3. Dezember 2007
Wenn man als Frau ein Buch namens „Männer sind wie Pfirsiche” liest, gerät man sofort in die Schublade der Konsumentinnen von so genannter Frauenliteratur. Diese ist unter anderem sogar Gegenstand oben genannten Buches von Harald Martenstein.
Der Autor einer („der”?) Kolumne in der „Zeit” hat einige seiner Goldstücke in einem Band veröffentlicht. Da ich glücklicherweise am Freitag meine letzte Prüfung bestanden habe, hatte ich mir anscheinend eine literarische Belohnung verdient und habe sie auch dieses Wochenende ausgelesen. (Dieses Wort klingt immer, als hätte ich dem Buch seinen Text, seine Buchstaben einzeln entzogen.)
Alice Schwarzer hat ein lockeres Vorwort geschrieben und auch sonst bleibt naturgemäß das verborte Versprechen der Assoziation „Feminismus” unerfüllt. Die Überschriften beschreiben den geringsten inhaltlichen Teil eines jeden Textes und behalten so die Intention der Betitelung mit dem Pfirsich bei.
So viele Stellen haben mich zum Schmunzeln gebracht, dass ich gar keine spezielle zitieren möchte oder kann. Vielleicht schaffe ich es, meine noch weiter gesteigerte Vorfreude auf die nächsten Donnerstage weiterzugeben. In der „ZEITLeben” Nummer 49 wird beispielsweise „die Vielfalt der E-Mail-Kürzel” gefeiert.


22. Mai 2008 at 10:04
Das Harald-Martenstein-Kolumnen-Archiv ist auf der ZEIT-Homepage zu finden.